am 05. + 06. Februar

Rodeln und Skifahren am Albulapass


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Zugegeben, Bergün und der Albulapaß liegt nicht gerade um die Ecke, aber dafür ist das Rodeln hier etwas ganz Besonderes. Der Ort ist im Winter ganz auf Rodeln eingestellt. Gleich an mehreren Stellen kann man Schlitten leihen (8 bis 28 SFR/Tag), aber wir hatten unsere eigenen mit - doch das war nicht so optimal, die Leihschlitten liefen einfach schneller. Die Bahnstrecke von Bergün hinauf nach Preda ist die Paradestrecke der Rhätischen Bahn, nur das Landwasser-Viadukt liegt unterhalb. Die Bahn fährt im Zickzack über Viadukte das Albulatal hinauf und immer wieder durch Kehrtunnel, um die 400 Höhenmeter zu überwinden. In Preda stürzt alles aus dem Zug um zum Start zu laufen. Der erste Kilometer ist noch ziemlich lahm und nur die Profischlitten der Verleiher laufen hier richtig. Aber dann taucht eine Ampel auf und ab hier geht's steiler hinunter. Leider war schon lange kein Schnee mehr gefallen und die Piste war vereist und die Schlittenkufen ratterten dahin. Kurve auf Kurve folgt, manche ganz schön eng. Gleich nach dem Start gab es eine Massenkarambolage. Ausweichen ist bei der eisigen Piste nicht so einfach - und bremsen auch nicht. Aber soo schlimm ist es nun auch wieder nicht. Weiter unten ist eine Geschwindigkeitsanzeigetafel. Der Schnellste von uns brachte es auf 38 Km/h, bei mir waren es nur 31. Nach 6 Km ist der Spaß vorbei, die Straße wird flacher, aber hier führt ein Sessellift der Darlux-Bahn auf 2000m hinauf und eine 2. Rodelbahn verläuft 600 Höhenmeter durch steilen Bergwald. Hinausfliegen kann man nicht, alles ist mit Holzverschalung gesichert. Wenn man es richtig fetzen lässt, ist man in 15 Minuten unten. Wir sind 5x gefahren, dann machte der Sessellift leider Feierabend, aber jetzt war Zeit für einen Nachmittagskaffee auf der Hütte und das Abendessen zu richten. Denn hernach wollten wir noch mal bei Flutlicht auf die Passstrasse gehen. Es gab Spaghetti mit Fleischsoße, geriebenen Käse, grünen Salat und als Nachtisch Obstsalat. Das Nachtrodeln ist so eine Sache. Rechts und links stehen auf den Berghängen Flutlichtmasten und tauchen die Piste in ein Zwielicht, manche Stellen bleiben auch im Dunklen. Also meine Stirnlampe half mir beim Orientieren. Obwohl die Piste jetzt schneller war, baute ich keinen Sturz. Ja, alleine auf der Piste ist man auch jetzt nicht, besonders die Jugendlichen lassen es ordentlich laufen und so billige "Davos"-Schlitten hat von denen keiner.
Am nächsten Tag hatte es niemand so eilig mit dem Aufstehen. Am Sonntag zog es die meisten auf die Darlux-Skipiste, aber auch Langlaufen war möglich und ein großer Eislaufplatz war da. Für die Jüngsten eine Reifen-Rutschbahn. Der Skilift ging bis auf 2500m hoch und die Pisten waren gut gepflegt, breit wie eine Autobahn, aber nicht sonderlich frequentiert. Da konnte man es noch einmal so richtig fetzen lassen. Alles in Allem war es ein schönes Wochenende, bei bestem Sonnenschein. Das Quartier war nett und gut eingerichtet. Da werden wir Bergün den nächsten Winter sicher wieder im Programm haben, denn ausprobiert haben wir längst noch nicht alles, was man dort unternehmen könnte.

Jürgen Burgau

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Bilder-Copyright: J. Burgau
Erstellt mit BilderGalerie V2.6.1.1
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