Über den Seerücken zwischen Uhldingen und DaisendorfDie intensive Vorbereitung auf diese Wanderung hatte sich für Wanderführer Karl Beck gelohnt, dann mehr als sechzig Teilnehmer nahmen an seiner Tour teil. In dreieinhalb Stunden mit mehreren Pausen gelangte man zuerst zum Waldkindergarten Uhlingen-Mühlhofen/Meersburg, der sich in Oberuhldingen am Roggersberg befindet. Hier stehen ein einladendes Holzhaus und ein Bauwagen für zeitweisen Schutz bei extrem schlechtem Wetter wie Starkregen, Eis- und Schneechaos. Im Freien laden ein Tisch und Bänke zum Verzehr der mitgebrachten Pausenbrote ein. Eine Leine mit bunten Stofffähnchen rahmt das zentrale Areal ein. Besucht werden kann dieser Waldgarten von Vorschulkindern ab drei Jahren. Zwei Erzieherinnen sorgen dafür, dass die Kinder, die sich ständig im Wald bewegen, unter Aufsicht kreativ mit Ästen, Rinde u.a. Materialien spielen können. In Ravensburg existiert übrigens noch eine getrennte Gruppe von zwei- und dreijährigen Kindern mit eigenen Erzieherinnen. Karl Beck las den interessiert Zuhörenden einige Auszüge vor, die er im Internet entdeckt hatte.Nach dieser Informationspause marschierte man auf Waldwegen in Richtung Baitenhausen. Dabei boten sich dank der jahreszeitlich kahlen Sträucher Durchblicke in das von den Eiszeiten gebildete ausgedehnte Salemer Tal, auf Schloss Heiligenberg und auf die einzelnen Ortschaften des Tales. Zeitweise hatte die Sonne einige Hangabschnitte in ein goldgelbes Licht getaucht. Der Weg verlief weiter unterhalb der Barockirche von Baitenhausen, gab den Blick frei auf Markdorf und die Rutsche und erreichte immer am Waldrand entlang schließlich den Gärtlesberg in Daisendorf, heute eine mit Einfamilienhäusern bebaute Anhöhe. Wieder öffneten sich Ausblicke vom Neuweiher bis zum Bodensee. Dann zog sich der Waldrandweg bis zur Einfädelung in die Straße nach Oberuhldingen und Mühlhof zum Parkplatz am Daisendorfer Friedhof. Hier dankte Hanspeter Elbe im Namen der großen Wanderschar Karl Beck für die schöne Tour durch den Wald mit den umfassenden Aussichten in die anmutigen Landschaftsformen. Die Einkehr im Gasthof mit dem vielsagenden Namen "Zum letzten Heller" wurde von den fußmüden Wanderern dankbar angenommen. Dr. Brigitte Barth |