vom 22. - 31. Oktober 2011

Wandern - Baden - Wellness auf Ischia


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Zehn Tage auf Ischia

Der diesjährige Aufenthalt auf der grünen Insel hat sich völlig anders gestaltet als die bisherigen Reisen dorthin. Das lag an der längeren Aufenthaltsdauer und dem wechselhaften Wetter. Seit Jahren führt Henry Böhringer zusammen mit Heidi Streu für die Ortsgruppe Markdorf des Schwäbischen Albvereins Wanderwochen auf Ischia durch. Man genießt immer wieder den Charme dieser Insel, die Thermalquellen, das nahe Meer und das milde Klima.
Bei der ersten Tour wird man vom strahlenden Weiß der kleinen Chiesa del Soccorso und dem Flair der Altstadt von Forio willkommen geheißen. Im Hotel in Cuotto, einem Vorort von Forio, tauchte man erstmals in die unterschiedlich temperierten Thermalbecken ein. Ein Muss war natürlich die Wanderung von Panza zur Sorgeto Bucht und nach dem kleinen Ort S. Angelo, der sich malerisch einen Hang hinaufzieht. Man steigt die schmalen Gassen aufwärts und dann wieder hinunter auf den Marontistrand mit seinem heißen Sand. Der Besuch eines kleinen Restaurants, das versteckt oberhalb einer Schlucht liegt und nur über Platten und Stufen erreichbar ist, durfte nicht fehlen. Natürlich stand auch der höchste Berg Ischias, der Epomeo (787 m), auf dem Programm. Von ihm hat man eine phantastische Rundumsicht. Ein lobenswertes Ziel war die kleine Kapelle S. Maria del Monte (409 m) mit Blick auf Forio, die Strände, den Hafen und das Meer. Zu einem nassen Erlebnis entwickelte sich die Wanderung über den Francescostrand zum Monte Carus. Nach einem grandiosen Ausblick aufs Meer durchquerte man ein Waldgebiet, konnte die Visconti-Villa ein nahes Marienheiligtum besichtigen. Dann setzte unerwartet heftiger Regen ein, durch den sich rasch knöcheltiefen Pfützen bildeten. Dem Wandern durch einen Dschungel glich die Überquerung der Insel am Monte Trippodi nach Casamiocciola. Obwohl 1883 durch ein Erdbeben völlig zerstört, gilt Casamicciola heute wieder als begehrter Thermalbadeort. Als eine lange Wanderung erwies sich die Tour von Barano durch Obstgärten zur Madonna Montevergine und zum alten Weindorf Piano Liguori oberhalb der Ostküste. Von dort zieht sich der Weg hinunter nach Ischia Ponte. Das Castello Aragonese war schließlich noch Ziel eines Besuchs. Es reizte nicht nur durch die phantastische Aussicht, sondern auch durch die Ruine der Kathedrale Santa Maria Assunta. Erinnert wird man hier auch an die berühmte Vittoria Colonna, die mit Michelangelo befreundet war. Beeindruckend war auch eine Schiffsreise rund um Ischia.
Den Abschiedsabend verbrachte man in einem urigen Lokal, wo man den Wanderführern Henry Böhringer und Heide Streu mit angemessenen Worten und einem besonderen Lied Dank sagen konnte.

Dr. Brigitte Barth

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Bilder-Copyright: Lisa Jelitte
Erstellt mit BilderGalerie V2.6.1.1
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