|
Mit 36 Teilnehmern startet der Albverein Markdorf zu einer wunderschönen Wanderwoche ins Kaunertal, In Feichten bringt man das Gepäck auf die Zimmer und beginnt einen Rundgang um den Ort bis hinauf zu den Ögghöfen. Leuchtende Kreuze an den Berghängen erinnern am Abend an den Herz-Jesu-Tag. Am nächsten Morgen werden die Wanderer mit Shuttlebussen auf 1700m gebracht und durchsteigen dann einen 800 m langen Wasserregulierungsstollen. Es folgt ein Pfad durch Wald und über Alpenrosenhänge zur Gallruttalm (1851 m) und von dort zur Falkaunsalm, wo Kaffee und Kuchen serviert werden. Auf Forstwegen läuft man nachher dorthin, wo die Shuttlebusse warten. Der nächste Tag beginnt an der Kaunertaler Gletscherstraße. Vom Stausee zweigt ein Pfad ab, der durch Zirbenwald auf die Hapmesalm leitet. An der Jagdhütte auf 2117 m wird gerastet, man wandert weiter über die Alm, bis sich der Weg zu einem Bergpfad entlang der Hangkante verengt. Es sind einige Wildbäche zu überqueren. Die Mittagsrast ermöglicht schöne Ausblicke auf die Berge. Zuletzt steigt man einen Hang zur Gletscherstraße hinab. Dann ist das Gepatschhaus, die älteste Alpenvereinshütte Österreichs, erreicht. Bei blauem Himmel, aber kalter Luft startet die folgende Wanderung. Vom Gepatschhaus steigt man stetig aufwärts bis zur Nassereiner Alm und von dort hinunter zur Nassereiner Hütte. Am vierten Wandertag fährt ein großer Bus die Wanderer auf 1940 m hoch. Über die Ochsenalm steigt man auf etwa 2140 m, quert Steilhänge und gelangt zwischen riesigen braunschwarzen Felsgebilden hinab zur Gletscherzunge. Zurück wandert man auf einem Felsenpfad bis zum Talgrund und dann hinauf zum Gepatschhaus. Am fünften Tag zeigt sich ein grauer Himmel und es regnet. Mit den Shuttlebussen gelangt man auf 1800 m, packt die Regenhüllen aus, muss sie aber bald wieder einpacken. Der Regen hat aufgehört, die Sonne dringt durch und zaubert in unmittelbarer Nähe einen Regenbogen von nie gesehener Breite und einer unglaublichen Farbintensität. Gerastet wird in der schön gelegenen Verpeilhütte auf 2025 m. Einige Wanderer besteigen noch den 2532 m hohen Mooskopf. Am Abend besucht man das Festzelt am Ortsrand, wo ein Treffen zahlreicher Tiroler und anderer Volksmusikkapellen stattfindet. Am sechsten Tag starten die Wanderer zur Aifneralm auf 1980 m. Auf schmalen Pfaden über Almwiesen läuft man hinüber zur Falkaunsalm, wo genussvoll einkehrt wird. Am siebten Tag wohnt man einem Gottesdienst im Freien bei, der für die 1400 Musiker des Musikfestivals im Kaunertal gefeiert wird. Neben den Tiroler Kapellen sind auch viele auswärtige beteiligt, darunter eine aus Wilhelmskirch. Nach diesem beeindruckenden Erlebnis wandert man Tal auswärts zum Flügelmuseum. Den vielseitigen Künstler konnte man beim Spielen auf alten Flügeln und beim Orgelspielen in der Wallfahrtskirche von Kaltenbrunn bewundern. Beim Abschiedsabend werden die Wanderführer mit launigen Worten von Jürgen Triemel, einem Geschenkkorb, überreicht von Eberhard Luedecke, einem Gedicht von Elfie Hezel und einem Nachwort von Klaus Maier gewürdigt. Am letzten Tag durchläuft man noch eine Gletscherspalte auf ca. 2800 m und fährt mit der Gondel auf 3100 m zum Dreiländerblick, bevor der Bus die Wanderer zurück an den Bodensee bringt. Dr. Brigitte Barth |