Die Überraschung war groß: 38 Teilnehmer hatten sich eingefunden, um an der Wanderung teilzunehmen. So waren wir mit 8 Autos unterwegs. Gegen alle Erwartungen kam es in Bregenz nicht zum gefürchteten Stau, wie ihn alle Verkehrsdurchsagen prognostiziert hatten. So waren wir dann in einer guten Stunde mitten in Lingenau im Bregenzer Wald. An der schönen St. Anna-Kapelle machten wir einen kurzen Halt und informierten uns über die Geschichte und Bauweise dieses Kleinods, das bereits 1722 aus Tuffstein erbaut wurde. Dann ging es steil bergab und schnell waren wir mitten im Kalktuff und den Sintervorhängen, die im Sonnenlicht glänzten. Immer wieder blieben wir stehen, um das Naturphänomen aufzunehmen. Schon erstaunlich, was die Natur so hervorbringt. Viele Tafeln informierten über die Entstehung, die Tiere und Pflanzen in diesem Bereich. Nach einem kurzen Aufstieg ging der Weg wieder bergab und schon standen wir vor dem Drahtsteg, wie er in der Karte bezeichnet wird. Und viel mehr ist es auch nicht und besonders manche Frauen mussten sich überwinden, um ans andere Ufer zu kommen. Da immer nur einzeln über den Steg gegangen werden durfte, dauerte die gesamte Überquerung recht lange. Kurz nach Erreichen des anderen Ufers und einem kurzen Anstieg erreichten wir ein idyllisches Plätzchen, das zur Mittagspause einlud. Gestärkt kamen wir aus der Schlucht heraus und sahen Großdorf schon vor uns. Knapp vor dem Dorf durchquerten wir einen Wiesenweg und mussten etwa 200 m entlang der Fahrstraße gehen. Kurz vor der großen neuen Brücke, die die Subersach hoch über dem Tobel quert, schwenkten wir ab und kamen auf einem kleinen Weg zu der alten Gschwendtobelbrücke, einer alten gedeckten Holzkonstruktion über die Subersach, die aber immer noch für den Fahrverkehr zugelassen ist. Dort gruppierten wir uns zu einem gemeinsamen Foto.
Das Wetter blieb uns hold, und so erreichten wir auf kleinen Pfaden schon bald wieder Lingenau, wo wir im Gasthaus Löwen Durst und Hunger stillen konnten.
Schön war es! Eberhard Luedecke |