Wanderwoche auf der Sonnenterrasse von TirolAufgebrochen mit dem Bus zum Bergwandern nach Tirol waren 42 Albvereinsmitglieder. Geführt wurde die Wanderwoche von Gerda und Edmund Keller, die in einem nahe an den Seilbahnen gelegenen Hotel in Fiss gebucht hatten. Fiss ist ein Dorf im oberen Tiroler Inntal zwischen den Dörfern Serfaus und Ladis auf einem Hochplateau in 1400 m Höhe. Schon früh war dieses Gebiet von Kelten und Illyriern besiedelt. Die Römer bauten hier die Via Claudia Augusta als Verbindung von Oberitalien nach Augsburg hoch über dem Inn.Kaum angekommen, startete man bereits zu einer ersten Wanderung. Mit Seilbahngondeln erreichte man die Möseralm, wo das Lärmen des Sommer-Funparks mit Attraktionen für kleine und große Kinder einige schockierte. Aber nach wenigen Minuten konnte man sich auf dem Panoramaweg in Ruhe an dem Blick auf die zackigen Gipfel des Samnaunkamms und an den Blumen am Wegrand erfreuen. Schon am folgenden Tag unternahm ein Teil der Wanderer vom Fisser Joch eine Gratwanderung am Zwölferkopf, dem Hausberg von Fiss auf 2596 m, vorbei zum Sattelkopf und auf Steigen abwärts zur Komperdellalpe. Der andere Teil erreichte das Ziel auf dem Quellenweg und gönnte sich eine Einkehr im Kölner Haus, einer Alpenvereinshütte. Von der Mittelstation der Komperdellbahn und der Dorfbahn, einer U-Bahn, die unter dem Ort Serfaus die Bushaltestelle ansteuert, ist man in kurzer Zeit wieder in Fiss. Die Vielzahl der angebotenen Wanderwege ermöglichte somit jeden Tag für beide Gruppen mehr oder weniger anspruchsvolle Touren. Alle jedoch nahmen das Angebot einer vom Hotel geführten Wanderung auf dem Kraft- und Sinnesweg zur Frommesalm wahr. Die üppig belegten Jausenbretter ließen keinen Wunsch offen. Als wohl die schönste Wanderung erwies sich die Tour vom Fisser Joch auf dem Alpenrosenweg, wo rechts und links vom hübschen Weg reife Heidelbeeren lockten. Durch einen lichten Zirbenwald wanderte man an der Zirbenhütte vorbei und gelangte schließlich zur Schöngampalm hinunter. Auf dem ganzen Weg hat man eine herrliche Sicht auf den Glockenturmkamm, auf die Valuga und den Hohen Riffler. Am Abschiedsabend verlas Nikolaus Maier einen gedichteten Rückblick auf die Wanderwoche, während Hanspeter EIbe eine Dankesrede für die beiden Wanderführer hielt. Beide zollten der vorbildlichen Organisation dieser Wanderwoche und ihrem reibungslosen Ablauf großes Lob. Alle stimmten der nächstes Jahr geplanten erneuten Reise nach Fiss ins Tiroler Inntal zu. Dr. Brigitte Barth |