„Der frühe Vogel fängt den Wurm“, hatten wir in die Tat umgesetzt und lagen dabei goldrichtig. Bis zum angesagten Gewitter am Nachmittag war genug Zeit, die herrliche Wanderung bei bestem Wetter zu genießen.
Es gab diesmal zahlreiche Anmeldungen motivierter und schwindelfreier Bergfreunde, so dass die Wanderführer mit zwei PKW anrücken mussten. Ein weiterer Fahrer wurde benötigt, und wir konnten mit drei prall gefüllten Autos, einschließlich zwei Hunden, umweltfreundlich die Fahrt antreten.
In Marul am Ausgangspunkt waren zu früher Stunde noch ausreichend Parkplätze vorhanden.
In der Nacht hatte es zwar heftig geregnet, doch der Aufstieg bis zur Stafelfederalpe war ein leichtes, und von dem Angebot einer kurzen Einkehr vor dem Gipfelsturm, waren alle begeistert. Vierzehn Personen an der Zahl, damit hatte die junge Milchbäuerin nicht gerechnet und kam kaum nach mit Milch ausschenken. Nach dieser Stärkung konnte es so richtig zur Sache gehen und man hat sich darauf vorbereitet, sicher und mutig in die Seile zu steigen. Unsere Kolonne, die in einsamer Bergwelt endlos zu sein schien, schreckte die Einheimischen Sonntagswanderer ganz schön auf, und wir mussten Rücksicht nehmen auf Entgegenkommende, die wir, in den Seilen hängend, vorbei lassen mussten. Solche Wandergruppen waren die Menschen im Großen Walsertal wohl nicht gewohnt. Am Gipfel angelangt hatten wir dann unsere Ruhe und genügend Platz, uns auszubreiten für ein deftiges Rucksackvesper, was ein jeder verdient hatte. Wir waren ein gutes Team und erfahrene Bergwanderer, diesmal war alles dabei, Alt und Jung, Gäste und Mitglieder und sogar ein Zwillingspaar. Siggi, die Jüngste, mit ihren beiden kleinen Hunden als Begleiter, wie sie das geschafft hatte, ihre Lieblinge an der Leine am Bauchgurt züchtig und brav dort hoch zu führen, mit viel Geschick und Geduld, das war schon eine besondere Leistung, nicht einfacher beim Abstieg, da führten dann auch schon mal die Hunde ihr Frauchen.
Der Rückweg erfolgte auf gleichem Pfad, aber dafür besonders reich an Ausblicken und Panoramasicht. Natürlich gab es eine weitere Einkehr auf der gleichen Alpe, diesmal mit Bier, Holundersaft und Kaffee.
Das letzte Stück über Wiesen und geteerte Wege verlief dann fließend und leichten Fußes mit Liedern und Gesängen, angestimmt von Elfi und Irene, und die zufriedene Gruppe fand sich beizeiten wieder auf dem Parkplatz ein.
Allen lieben Wanderkameraden danken wir für die Teilnahme und ihren Teamgeist, vor allem Siggi für die Pannenhilfe in Markdorf, als beim Verteilen der Mitfahrer mein Auto nicht mehr ansprang. Sie ist sofort eingesprungen und hat die Rucksäcke und Personen richtig zugeordnet und verteilt, und nachdem sie ihre Hunde aus dem Käfig befreit hatte, ein Starthilfe-Kabel organisiert.
Jutta Thoma und Wolfgang Ratka
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Bilder-Copyright: Jutta Thoma, W. Ratka